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Hinter den Kulissen des Films— „Äthiopien – die Wiege des Kaffees“

Geschrieben von Fraser Morton | 3 minuten | Bacha Coffee
Gehen Sie mit unserem Filmemacher auf ein fesselndes Abenteuer nach Sidama und Yirgacheffe und entdecken Sie die Ursprünge und die Aromen der edelsten Kaffees der Welt.

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Das Propellerflugzeug hob in Addis Adaba ab und flog Richtung Süden, während seine Motoren durch die dünne Luft ruckelten. Weit unten wechselte das Bild von den Blechdächern der Stadt über die endlosen Weiten der Eukalyptuswälder hin zu der weitläufigen Fläche des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Ein Mitreisender lehnte sich über den Gang, lächelnd, als ob er ein Geheimnis teilen wollte.
 
„Sie reisen in meine Heimat“, sagte er, „Sie werden es lieben. Sidama ist das Paradies auf Erden.“
 
Durch das kleine Fenster sah man, wie sich das uralte Tal weit ausbreitete. Seen fingen das Morgenlicht an, glitzernd wie Glas, und ineinander gefaltete Grate wirkten wie in der Zeit erstarrte monolithische, ockerfarbene Wellen.
 
Der Anflug auf Hawassa Airport kam plötzlich. Ein schmaler Asphaltstreifen, eingebettet zwischen seinem Namensgeber, dem berühmten See und den umliegenden Hügeln. Fischer, die auf ihren schmalen Booten balancierten, silberglänzende Netze und Kinder, die am Zaun winkten, während die Räder auf den Boden aufsetzten. Das ist Sidama, eine der berühmtesten kaffeeproduzierenden Regionen der Welt. Und unser Aufenthaltsort für die nächste Woche, wo wir den ersten Film unserer neuen Reihe über den Ursprung der beliebtesten Kaffees der Welt drehen wollten: „Bacha Coffee – Reisen zum Ursprung“. Willkommen zu Kapitel 1: „Äthiopien – die Wiege des Kaffees“.
In Sidama und Yirgacheffe ist Kaffee allgegenwärtig, auf den Feldern, am Feuer und in den Tassen. Tage und Tassen voller Kaffee zogen vorbei. Wir nahmen alles in uns auf – die Kultur, die Gastfreundschaft und die Kunst des Kaffeeanbaus.
Eine Einführung zur Wiege des Kaffees

In Äthiopien ist Kaffee mehr als nur ein Genussmittel. Er ist eine Lebensweise. Denn schließlich begann die Geschichte des Kaffees irgendwo in dieser Landschaft. Der Legende nach beobachtete im 9. Jahrhundert ein Ziegenfarmer namens Kaldi im Hochland von Kaffa bei seinen Tieren ein unruhiges Verhalten, nachdem sie seltsame rote Beeren von einem wilden Baum gefressen hatten. Die Ziegen sprangen und tanzten die ganze Nacht und fanden nicht in den Schlaf, besagt die Legende. Neugierig geworden probierte Kaldi die Frucht selbst und so wurden Kaffee und seine magischen Charakteristika Teil der menschlichen Geschichte.
 
Heute ist Kaffee eines der schönsten Rituale der Welt. Nach Wasser und Tee ist er das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt. Milliarden Tassen Kaffee werden jeden Tag aufgebrüht. Aber dennoch liegen seine Wurzeln hier, in diesem Hochland, wo die ersten Bohnen gesammelt und gekocht wurden. Und noch heute wächst Kaffee weiterhin auf Hängen wie diesen, wo einst die Ziegen von Kaldi weideten.
 
Während wir durch Dörfer und an Straßenzügen vorbei fahren, sehen wir Frauen gebeugt über Kohlen, die Bohnen umrühren, die in Eisenpfannen zischen und knistern. Süßer Rauch gerösteter Bohnen steigt in die Lüfte empor und vermischt sich mit dem intensiven Geruch von Weihrauch. Kinder versammeln sich an den Haustüren und winken uns zu, als wir vorbeifahren.
 
In den Häusern, an Raststätten und in lokalen Straßencafés wird die Kaffeezeremonie von allen zelebriert. Wir sitzen gemeinsam mit unseren Gastgebern auf niedrigen Hockern, während die Zeit sich dem gemächlichen Rhythmus des Aufgießens und Nippens, den Pausen zwischen Worten sowie dem Gelächter, das durch den Raum hallt, anpasst. Kaffee wird hier in Gesellschaft genossen. Eine Geste zwischen Freunden und Familie. Jede Runde ist eine Zusammenkunft, eine Bekräftigung der Verbindung zwischen Nachbarn, Freunden und Fremden in diesem wunderschönen Land.
 
Wir fahren tiefer in das Herz von Sidama, eine der größten Kaffeeregionen Äthiopiens, die für ihr Arabica-Hochland weltweit bekannt ist. Kaffee ist das Rückgrat der lokalen Wirtschaft, die Arbeit, die die meisten Haushalte versorgt. Felder voller Enset – der „falschen Banane“, die den Großteil von Südäthiopien ernährt – wachsen neben Mais, Gerste und Weizen. Vieh weidet auf den Hügeln, aber es ist der Kaffee, der Sidamas Namen weit über seine Grenzen hinaus bekannt macht.
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Sidama: ein Paradies auf Erden

Wir waren seit mehr als fünf Stunden unterwegs, rumpelten in unserem 4x4 über unfertige Autobahnen und Straßen hinweg, wobei wir uns immer weiter von Hawassa entfernten und tiefer in das Herz des Berglandes von Sidama eintauchten.
 
Die Straße schlängelte sich weiter hinauf auf das Sidama-Plateau. Regen ergoss sich schwallartig auf die Felder und machte dann einem unglaublich blauen Himmel Platz. Hügel überzogen die Landschaften, verhüllt in Nebel. Die rote Erde trug den Geschmack von Eisen und Wasser in sich, während wir tiefer in das Land des Kaffees vordrangen.
 
Kaffeebäume florieren in diesem Klima. Ihre Äste bersten voller roter Kirschen, die in der grünen Berglandschaft wie wertvolle Edelsteine glänzen. Farmer bewegen sich geschickt zwischen den Reihen, Körbe über ihren Schultern, ihre Hände schnell und sicher. Ihre Arbeit ist ruhig, stetig und ohne Hast, denn die Menschen hier kennen die Jahreszeiten, das Land und die Kaffeeerntemethoden wie ihre Westentasche.

Wir werden Zeuge des Waschens und des natürlichen Trocknens von Kaffee. Wir treffen Farmer und lokale Genossenschaften. Wir hören Geschichten des Landes und der Handwerkskunst und werden überall, wohin wir kommen, wie Freunde begrüßt. Wir fahren an Dörfern und Häusern vorbei, deren Türen offen stehen, und erhaschen einen Blick auf Pfannen, die im Licht des Feuers glühen, während Bohnen braun werden und aufbrechen. Kaffee wird ohne spezielle Zeremonie gereicht und dennoch repräsentiert jede Tasse die Wärme und Gastfreundschaft, für die diese Region bekannt ist. Tatsächlich war die gesamte Reise ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man Besuchende mit offenen Armen, Neugierde und Freundlichkeit empfängt.

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Unsere Reise führt uns weiter nach Yirgacheffe

Im Süden von Sidama wurde das Land steiler, beschattet von größeren Bäumen und der Geschmack des Kaffees änderte sich damit ebenfalls. Bei der Ankunft auf der Plantage in Yirgacheffe erwartete uns eine erste, besonders wichtige Aufgabe – sowohl für uns als auch für unsere Gastgeber –, eine Tasse Kaffee zu probieren.
 
Wir saßen unter dem Baldachin, kleine Tassen auf unseren Knien balancierend, während eine frische Brise über die Felder zog, und blickten in ein mystisches Tal hinab. Wir genossen das üppige Naturparadies, während die orangerote Sonne langsam hinter dem Horizont versank. Der edle Geschmack des Kaffees spiegelt sich in den Personen wider, die ihn mit höchster Sorgfalt anbauen: detaillierte Noten von Jasmin, Zitrusfrüchten und Honig, genauso warm wie das Willkommen, das sich jeder Reisende nur wünschen kann. Diesen Kaffee zu trinken war als ob man die Landschaft selbst in sich aufsog.
 
In Sidama und Yirgacheffe ist Kaffee allgegenwärtig, auf den Feldern, am Feuer und in den Tassen. Tage und Tassen voller Kaffee zogen vorbei. Wir nahmen alles in uns auf – die Kultur, die Gastfreundschaft und die Kunst des Kaffeeanbaus. Wir beobachteten und dokumentierten alles, was wir konnten, und reisten zum Ursprung äthiopischen Kaffeeanbaus.
 
Zeugen der Handwerkskunst

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Kaffee zu beschaffen ist kein Schreibtischjob. Man muss dazu zu den Orten reisen, wo die Kirschen wachsen, man muss Farmer auf ihren Feldern Treffen und mit ihnen Kaffee in ihrem Zuhause trinken, man muss lernen, wie Ernten gesammelt und wie Bohnen gewaschen werden und wie Gemeinschaften leben, in deren täglichen Leben Kaffee den Mittelpunkt bildet. Bei der Arbeit geht es genauso um menschliche Verbindungen und Handel wie um den Geschmack.
 
Deshalb kamen wir mit unseren Kameras nach Sidama und Yirgacheffe. Um den Prozess aus erster Hand zu dokumentieren, um die Reise des Arabica von den Hochländern zurück in die weite Welt festzuhalten. Die Bohnen werden hier ruppige Straßen hinunter, über Bergpässe, durch Kontrollpunkte und über volle Märkte transportiert, bevor sie Addis Adaba erreichen. Von dort beginnen sie ihre Reise in die Welt – nach Marrakesch, wo Bacha Coffee röstet, und weiter auf die Tische und in die Tassen auf dem gesamten Globus.
 
Die Aromen werden zelebriert – das Gewürz, der Kakao, die überraschende florale Note – aber dahinter stecken Geschichten der Länder, der Arbeit und der Bewegung. Wenn die Bohnen sprechen könnten, würden sie uns von den Händen erzählen, die sie gepflückt haben, von Feuern, auf denen sie geröstet wurden und von Straßen, die sie auf ihre Reise brachten.
 
Und nach fünf kurzen Tagen war es an der Zeit, in das Zuhause von Bacha Coffee, nach Marrakesch, zurückzukehren und unseren ersten Film fertigzustellen. Aber das ist erst der Anfang unserer Reisen zum Ursprung. Äthiopien eröffnete die Filmreihe. Vor uns liegen Brasilien, Costa Rica und viele weitere. Aber die Erinnerung an diese Tassen Kaffee bei Sonnenuntergang im Sidama-Hochland bleibt ein Andenken an den Ort, wo alles begann.
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