Kaffeekultur in aller Welt: Äthiopien
Geschrieben von | 3 minuten | Kaffeewissen
In Äthiopien, dem Geburtsland des Kaffees, beginnt das traditionelle Ritual mit grünen Kaffeebohnen.
Kaffee ist zwar ein universales Getränk, das weltweit geschätzt und getrunken wird, aber in unterschiedlichen Kulturen wird Kaffee unterschiedlich zubereitet. Sehen wir uns einmal an, wie Kaffee in Äthiopien, dem Geburtsland des Kaffees, zubereitet und getrunken wird.
Kaffeezubereitung
In Äthiopien gehört zum Kaffeetrinken (welches als „Buna“ bezeichnet wird) eine traditionelle Zeremonie, die „Jebena Buna“ heißt. Die Zeremonie dauert bis zu drei Stunden und kann mehrmals am Tag stattfinden. Vor dem Start jeder Zeremonie werden frische Blumen und frisches Gras auf dem Boden ausgebreitet. Weihrauch wird angezündet und er erfüllt die Luft mit seinem Duft.
Die grünen Kaffeebohnen werden über heißen Kohlen geröstet, dann von Hand grob in einem Mörser mit Stößel gemahlen. Der Kaffee und das Wasser werden zunächst gemischt und dann in einer Tonkaffeekanne namens „Jebena“ aufgebrüht. Der aufgebrühte Kaffee wird dann auf einem Tablett in kleine, grifflose Tassen, die „Finjan“, gegossen.
Während der Zeremonie werden drei Runden Kaffee serviert. Die erste Tasse, „Arbol“, ist der stärkste Aufguss, während die zweite Tasse „Tona“ genannt wird. Die Dritte Tasse, „Bereka“, ist als „einer von der Straße“ bekannt.
So genießt man ihn
Der daraus resultierende Kaffee ist dunkel und bitter. Er wird oft mit Zucker gesüßt oder mit Butter und Salz aromatisiert. Äthiopier trinken ihren „Buna“ gerne in Gesellschaft. Das gemeinsame Kaffeetrinken ist ein Akt der Gastfreundschaft, bei dem man entweder Bekannte empfängt oder mit Freunden zusammenkommt.
Fun fact
In Äthiopien wird zum Kaffee oft ungewürztes Popcorn serviert.
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