Die Alchemie des Wassers für den Kaffee
Geschrieben von Bacha Coffee | 3 minuten | Kaffeewissen
Ein Blick auf die Welt des Wassers und wie sie den Geschmack Ihres Kaffees beeinflusst.

Wenn es darum geht, einen außergewöhnlichen Kaffee zuzubereiten, ist die Auswahl der Bohnen das Wichtigste. Sie sollten von höchster Qualität sein und als
Spezialitätenkaffee gelten. Oft vergessen wir jedoch die Bedeutung des Wassers.
Die Rolle des Wassers für den Kaffee Im Wasser verbirgt sich eine ganze Welt voller Mineralien. Obwohl wir sie nicht sehen können, können diese das Aroma, den Geschmack und den Genuss von Kaffee beeinflussen. Kalzium und Magnesium spielen beispielsweise eine entscheidende Rolle bei der Extraktion und dem Geschmack des Kaffees: Magnesium bringt fruchtige und säuerliche Noten zur Geltung, während Kalzium die Süße und den Körper des Kaffees beeinflusst und ihm eine angenehme Fülle verleiht. Wasser mit vielen gelösten Mineralien – oft als „hartes Wasser“ bezeichnet – kann den Kaffee hingegen bitter und unausgewogen machen, da es die Extraktion bestimmter Aromen behindert.
Bei der Auswahl des perfekten Wassers für Kaffee diskutieren Experten und Liebhaber oft darüber, welches Element genau für das perfekte Ergebnis verantwortlich ist. Wir sind uns jedoch über drei einfache Dinge einig, wenn es um die Wahl des Wassers geht. Wenn Sie zu Ihren hochwertigen Bohnen Wasser mit diesen Eigenschaften verwenden, können Sie eine köstliche Tasse Kaffee zubereiten.
1. Sauberes Wasser
So selbstverständlich es auch klingen mag: Das Wasser sollte absolut frei von jeglichen Fremdstoffen sein. Keine Ablagerungen, keine Rostpartikel, keine Schwebstoffe. Wasser mit offensichtlichen Verunreinigungen wie trübes Wasser, Wasser mit sichtbaren Ablagerungen oder sogar Schwebstoffen kann den Geschmack des Kaffees negativ beeinflussen.
Leitungswasser kann beispielsweise einen hohen Chlorgehalt aufweisen und sollte vermieden werden. Chlor kann den subtilen Geschmack des Kaffees vollständig überdecken und sogar das natürliche Aroma des Kaffees zunichte machen.
2. Wasser mit dem richtigen Mineralstoffgehalt
Hartes Wasser sollte, wie bereits erwähnt, ebenfalls nicht zur Kaffeezubereitung verwendet werden, da es den Geschmack bitter, kratzig und unausgewogen macht und die Extraktion bestimmter Aromen verhindert. Zudem führt es dazu, dass Ihre Brühgeräte in kürzester Zeit verkalken. Zu weiches Wasser hingegen lässt den Kaffee flach, sauer und schwach schmecken, da es nicht genügend Mineralien enthält, um die Aromen optimal zu lösen. Das richtige Gleichgewicht zwischen hart und weich ergibt die ideale Wasserbeschaffenheit für die perfekte Tasse Kaffee.
3. Geschmacks- und geruchsneutrales Wasser
Da Arabica-Kaffee ein sensorisches Erlebnis ist, sollten Aroma und Geschmack von hochwertigen Bohnen stammen und nicht vom Wasser. Das Wasser sollte vollkommen neutral sein, damit es die feinen Aromen des Kaffees nicht verfälscht oder überdeckt.
Ratschläge eines Kaffee-Meisters Einige Kaffeeliebhaber behaupten, dass die gezielte Anreicherung des Wassers mit bestimmten Mineralien den Geschmack des Kaffees tatsächlich in eine bestimmte Richtung lenkt und dass die Wahl des Wassers sogar Einfluss auf die Auswahl der Kaffeebohnen haben sollte. Unserer Meinung nach lässt sich der wahre Geschmack eines jeden Kaffees jedoch mit sauberem Wasser erzielen, das weder zu hart noch zu weich und vollkommen geschmacks- und geruchsneutral ist. Ein gutes Filtersystem für Leitungswasser sollte dies leisten, ebenso wie jedes angenehm zu trinkende abgefüllte Wasser. Denken Sie nur daran, das Wasser auf die
richtige Temperatur zu erhitzen.